ag – Wie das Bayernliga-Team hat sich auch die Landesliga-Formation des TuS Fürstenfeldbruck am vergangenen Wochenende eine Neun-Tore-Klatsche abgeholt. Doch anders als das Aushängeschild des Vereins war die Reserve beim 26:35 (15:15) in Niederraunau alles andere als chancenlos. Bis zur 35. Minute deutete nichts auf eine derartige Pleite hin. Das Duell der Tabellennachbarn verlief absolut ausgeglichen. Es waren sogar die Gäste die leichte Vorteile für sich verbuchen konnten. Gleich zu Spielbeginn erarbeitete sich die diesmal von Co-Trainer Stefan Forstmeier betreute Mannschaft einen 9:5-Vorsprung. Diesen glich Niederraunau allerdings postwendend aus (9:9) und so knapp blieb es bis zum Pausenpfiff.

Auch nach dem Seitenwechsel war es Bruck, das mit zwei Toren in den ersten fünf Minuten die ersten Akzente setzte. Das 17:15 sollte allerdings die letzte Führung sein. „Wir haben uns dann drei Zeitstrafen eingehandelt“, haderte Forstmeier. Die durchwegs erfahreneren Akteuere Niederraunaus nutzten die personelle Überzahl auf dem Parkett gnadenlos aus. Brucks Youngster wurden regelrecht überrannt. Als beide Teams wieder jeweils sechs Feldspieler auf dem Parkett hatten, zeigte die Anzeigentafel statt der Zwei-Tore-Führung einen 18:25-Rückstand an. „Unsere Youngstertruppe hat einfach die Nerven verloren“, fasste Forstmeier zusammen: „In der Abwehr waren wir zu zögerlich und haben gar nicht mehr hingelangt. Im Abschluss waren wir zu hektisch.“ So wuchs der Rückstand am Ende auf neun Tore an. Ein Ergebnis, das sicher nicht dem wahren Spielverlauf entspricht, aber zeigt, wie wichtig Erfahrung im Handball sein kann.

TuS-Tore: Wagenbrenner 10/1, Dangers 6, Knorr 4, Lerch 4, Lechner 1, Schaffer 1